Dom zu Worms

Der Wormser Dom, St. Peter zu Worms ist der kleinste der drei rheinischen Kaiserdome.
Er ist steiler und schlanker konzipiert als die Dome in Speyer und Mainz. Er wurde im Wesentlichen von 1130 bis 1181 erbaut.

Der Wormser Dom, auf dem höchsten Punkt der Wormser Innenstadt gelegen, ist das bedeutendste Bauwerk der Wormser Romanik und eng mit dem Namen Bischof Burchards und der Blütezeit der Wormser Stadtgeschichte während des 12. und 13. Jahrhunderts verbunden.




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Update am 31. Dezember 2014


Dom zu Worms

Das Wahrzeichen von Worms

Der Wormser Dom befindet sich im Stadtbezirk sauf dem höchsten Hügel. Dieser Hügel war vor einem Rhein Hochwasser sicher. Vor gut 3.000 Jahren vor Christus ließen sich dort Menschen nieder und gründeten Siedlungen. Im ersten Jahrhundert vor Christus unterwarfen die Römer diese Siedlungen und errichteten auf diesem Hügel ein Verwaltungszentrum sowie einen Tempel.
Etwa um das Jahr 400, nach dem Untergang des römischen Reiches, siedelten sich hier die Burgunder an.


       

       


Etwa um 625 bis 639 wurde auf den Grundmauern des zerstörten römischen Forums eine Kirche errichtet. Eine schlichte dreischiffige Basilika ohne Querschiff und Turm wurde erbaut. Der Vorläufer des Domes entstand. Um das Jahr 1000 wurde Burchard zum Bischof von Worms ernannt. Die vorhandene Kirche war weder groß genug noch zeitgemäß, die Kirche Brunichildis und Dagoberts wurde abgerissen. Der Dombau begann, der im großen und ganzen noch heute die Konturen der Planung des 11. Jahrhunderts trägt. Eine kreuzförmige Basilika mit zwei halbrunden Chören entstand, die in Ost- und Westrichtung errichtet wurden. Am nördlichen und südlichen Ende eines jedes Chores wurde ein Rundturm errichtet. Das Mauerwerkes dieses Domes ist heute noch deutlich zu erkennen. Hier handelt es sich um die unteren Geschosse der Westtürme, die sich aus kleinen, recht grob bearbeiteten Kalksteinen zusammen gesetzt waren.
Im Jahre 1025 wurde Bischof Burchard in dem neu renovierten Dom beigesetzt. 1130 ließ Bischof Burchard II. und sein Nachfolger Konrad II. den Dom nach und nach wieder abreißen und neu errichten. Die Gründe für die neue Errichtung des Domes waren wahrscheinlich die großen Schäden in der Bausubstanz. Die kommenden Jahrhunderte hinterließen deutlich sichtbare Spuren am Dom. So wurde der Dom während des Dreißigjährigen Krieges 1618-1648 von den schwedischen Truppen stark beschädigt. Auch im Verlauf der Pfälzischen Eroberungskriege 1688-1697 verwüsteten und plünderten französische Truppen den Dom, doch ein Versuch den Dom zu sprengen, misslang zum Glück, allerdings brannte der Dom komplett aus. Dies ist auch der Grund, warum die Inneneinrichtung fast ausschließlich in barockem Stil gehalten ist.
1792 wurde Worms von den französischen Revolutionstruppen erobert. Der Dom diente den Truppen als Pferdestall und Lagerspeicher. Erst im Jahre 1886 begann eine gründliche Außen- und Innenrenovierung des Domes. Der Westchor musste sogar bis auf die Grundmauern erneuert werden.
Erst 1935 konnte die Renovation als abgeschlossen betrachtet werden. Schon 10 Jahre später, während des 2. Weltkrieges, wurde der Wormser Dom durch Fliegerangriffe erheblich beschädigt.
Quelle Domgemeinde Worms